EBOLA


EBOLA EPIDEMIE Liberia

Monrovia 2014 - 2015
Das Team der GERLIB CLINIC wurde durch das EBOLA-Virus ebenfalls betroffen. Einer der Angestellten des Instituts erkrankte am 23. Juli 2014 an EBOLA und wurde fünf Tage von uns in der GERLIB CLINIC behandelt. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur eine ETU (EBOLA TREATMENT UNIT = Isolierstation). Diese war vom MoHSW Ministerium für Gesundheit auf dem Anwesen von ELWA in Paynesville errichtet worden. Das Ergebnis der Laboranalyse war ebola-positiv. Um die Gefahr der Ausbreitung des Ebola-Virus nicht zu vergrößern, wurden unsere stationär aufgenommenen Patienten entlassen oder in eine andere Institution überwiesen. Einen Platz in der ETU für den Angestellten zu erhalten, zeigte sich als äußerst schwierig. Ponah Dolo und Sampson Quedan, Angestellte der GERLIB CLINIC, kontaktierten Dr. Brown, der die ETU leitete. Es wären 12 Leichen zu entfernen, bevor ein neuer Patient aufgenommen werden kann. Wir warteten weitere 48 Stunden auf den Krankenwagen, der nur durch weitere Intervention der beiden Mediziner, die über das Radio die Misere anklagten, unseren Patienten abholten. Am 31. Juli 2014 wurde der Patient in die ETU gefahren.

Am 9. August 2014 verstarb der Angestellte. Die GERLIB CLINIC war ab 1. August bis 19. September 2014 geschlossen. Das Team der GERLIB CLINIC befand sich für 21 Tage in Quarantäne. Kein Angestellter erkrankte und sie alle fühlten sich wohl und waren gesund.

Bis zum Ende des Jahres 2014 war die Institution von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Ab 1. Januar 2015 boten wir der Bevölkerung wieder unseren 24-Stunden-Service an. Die Gebäude und Räume der GERLIB CLINIC wurden desinfiziert; dies hatte eine intensive Renovierung zur Folge, verbunden mit hohen finanziellen Kosten

Nicht aktiv während dieses Elends zu sein, wo Menschen starben weil es an Isolierstationen mangelte, Tote auf der Straße lagen, da es an Leichenwagen mangelte, war für mich unakzeptabel. Ich kontaktierte die deutsche Nichtregierungsorganisation action medeor in Tönisvorst und informierte über die beklagenswerte Situation hier in Liberia.

Diese Organisation antwortete in unbürokratischer Manier und unterstützte die Arbeit der GERLIB CLINIC und die liberianische Bevölkerung. Durch diese großartige Unterstützung von action medeor waren wir in der Lage aktiv an "EBOLA RESPONSE" teilzunehmen und das Elend und die Not der Bevölkerung ein wenig zu lindern.

Aufgrund der Bereitstellung von finanziellen Mitteln durch action medeor und ihren Spendern, GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), Apotheker helfen, München, und Liberia e.V., Essen führten wir folgende Aktivitäten durch:
EBOLA Treatment Unit (ETU) Eröffnung am 29. Oktober 2014
Aufbau und Einrichtung einer ETU (EBOLA Treatment Unit) - ELWA II action medeor - GERLIB CLINIC in Paynesville auf dem ELWA Gelände. Es handelt sich dabei um zwei Isolationszelte, in denen je 22 Betten Platz haben.
Es wurden dort über 200 an Ebola erkrankte Patienten behandelt, die alle als gesund entlassen wurden.
Diese Patienten wurden mit Medikamenten, Kleidung, Hygieneartikeln und insbesondere mit Trinkwasser versorgt.
Des weiteren konnten wir durch action medeor / GIZ eine monatliche Gehaltsaufstockung an die 120 Health Worker sowie an die Ärzte zahlen (November 2014 - Mai 2015)
Ein weiterer Mediziner wurde für die Tätigkeit in der ETU eingestellt.



Survivor Programm
68 Patienten, die aus der ETU gesund entlassen wurden, wurden für den Zeitraum von November 2014 bis Juli 2015 mit Nahrung, Kleidung, Matratzen und Bettwäsche, Hygieneartikeln und einem Geldbetrag versorgt.


EBOLA & Social Welfare Program Phase 1: 15. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015
Es wurden 30 Freiwillige Helfer rekrutiert, die die Bevölkerung der Pipeline Community über das EBOLA Virus, Verhaltensmaßnahmen und Prävention aufklärten. Desweiteren wurden in diesem Outreach Programm 2.500 Eimer, Seife und Chlorine an die Bevölkerung verteilt. In einem Workshop wurden die Freiwilligen Helfer auf diese Aufgabe vorbereitet.
Das Team der Freiwilligen Helfer erhielt monatlich je US$ 100.00.


Disease Prevention Program Phase 2: 15. April 2015 - 15. Juli 2015
In einem Workshop wurden die 30 Freiwilligen Helfer auf das Aufklärungsprogramm mit den Themen Malaria, Diarrhoe, Cholera und Typhus vorbereitet. Das Outreach-Programm wurde in der Neezoe Community durchgeführt. Auch für diese Tätigkeit erhielten die Freiwilligen Helfer je US$ 100.00 monatlich.


Medizinische Behandlung für die liberianische Bevölkerung
Um das Vertrauen der Bevölkerung in eine medizinische Einrichtung zurück zu gewinnen, bot GERLIB CLINIC der Bevölkerung im November 2014 für drei Tage kostenlose medizinische Behandlungen an. 688 Patienten wurden untersucht und behandelt. Dies schloss Laboranalysen und Medikamente mit ein.
Survivors (Überlebende): Bis zum heutigen Tage behandelt GERLIB CLINIC diese Patienten kostenlos.


EBOLA & Social Welfare Program in Zubah Town:
GERLIB COMMUNITY CENTER finanziert von Liberia e.V., Essen im November und Dezember 2014
In einem Workshop wurden die 20 Freiwilligen Helfer über das EBOLA Virus, Verhaltensregeln und Prävention unterrichtet.
Daran schloss sich das Outreach-Programm an und die Bevölkerung von Zubah Town wurde informiert, sowie 1.500 EBOLA-Eimer und Desinfektionsmittel verteilt.
Ältere Bedürftige von Zubah Town erhielten Lebensmittel (Reis, Zucker, Bohnen, Öl).
20 Freiwillige Helfer erhielten monatlich je US$ 100,00.


EBOLA & Social Welfare Program in Sasstown / Grand Kru County finanziert von Apotheker helfen e.V., München, Februar 2015
In Sasstown Grand Kru County wurden 30 Freiwillige Helfer über das EBOLA-Virus, Verhaltensregeln und Prävention unterrichtet.
Die Freiwilligen Helfer gingen in entfernte und unwirtliche Gebiete, um die Bevölkierung zu informieren; 1.500 Eimer einschließlich Desinfektionsmittel wurden verteilt. Kranke und behinderte ältere Menschen erhielten Nahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Öl etc.


Unterstützt mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Desinfektionsmitteln wurden folgende Organisationen in Monrovia während der EBOLA-Krise:
Antoinette Tubman Cheshire Home, Sinkor
Group of 77, Monrovia Central
Fairfield Baptist Orphanage Mission, Jacob Town
Rotary Club of Sinkor, Sinkor
Sisters of Mother Theresa Hospital, Sinkor
United Blind Association, Gardnersville